Dienstag, 2. Dezember 2014

Reitstunde mit Johnny

Fotos by Jutta S.-B.

Riding lesson with Johnny


~ Please scroll down for English ~


Liebe Leser,

am Samstag hatte ich eine Reitstunde auf Johnny. Johnny ist ein Cutting Pferd und hat anscheinend eine etwas andere Ausbildung genossen.

Bisher habe ich reichlich wenig mit Pferden zu tun gehabt, die explizit dafür trainiert wurden, am Rind gearbeitet zu werden. Ich habe mich hauptsächlich in der Sparte klassisches Reiten nach Claus Penquitt bewegt. Bei dieser Reitweise liegt das Hauptaugenmerk auf dem pferdegerechten Reiten, Gymnastizierung, und Übungen, die nützlich im Alltag und für das Wohl des Pferdes sind. Mit dieser Reitweise kann man in Richtung Englisch, Western, Spanisch und auch in andere Reitweisen gehen. Das hat bisher auch alles sehr gut geklappt.




Am Samstag habe ich mich gefühlt wie ein blutiger Anfänger. Beim Westernreiten, das vor allem auf die Arbeit mit dem Rind abzielt, sitzt man ganz anders. Während ich bisher mein Gewicht mehr auf dem Gesäß verteilt habe, gehört es hierbei aber weiter nach vorne. Dessen war ich mir nicht bewusst. Durch das neigen des Oberkörpers nach vorne, wandern die Unterschenkel automatisch weiter nach hinten. Dadurch wirkt man den Druck mit dem Bein an einer anderen Stelle am Pferdekörper aus. Etwas weiter hinter dem Punkt, an dem mein Bein sonst liegt.

Johnny ist natürlich schlau. Als ich also wie gewohnt im Sattel saß, ist er fröhlich mit mir durch die Gegend spaziert und das Klopfen mit meinem inneren Bein, zu weit vorne, hat ihn nicht im geringsten interessiert. Ich habe also vergeblich versucht ihn wieder auf den Hufschlag zu bekommen, bis Jim meinen Sitz korrigiert hat.

Am einfachsten ging das ohne Steigbügel, da konnte ich mich besser balancieren. Außerdem sollte ich nicht mehr mit dem Bein klopfen, sondern drücken. Danach klappte es immer besser, aber rechts herum nicht so gut wie links herum.

Auf jeden Fall habe ich viel Neues gelernt und hoffe dass das den Einstieg ins Roping für mich erleichtert, aber ich bin mir mit dem Sitz noch etwas unsicher.

Ansonsten werde ich hier mal ein wenig weiter recherchieren müssen. Ich finde mit dem Gewicht auf dem Gesäß kann man besser mit dem Pferd mitschwingen und es ist auch weniger anstrengend. Andererseits ist die andere Haltung wohl angeblich für die Rinderarbeit notwendig, um schneller zu sein, wenn das Pferd auf das Rind reagiert. Trotzdem finde ich, dass das mit dem Sitz den ich vorher gelernt habe, einfacher funktioniert.

Welche Reitsweise bevorzugt Ihr, wie sitzt Ihr dabei auf dem Pferd und warum?

Ich freue mich auf eure Antworten unter dem Post mit Hilfe der Kommentarbox oder über meine Facebookseite.

Bis zum nächsten Mal,

Nina







Photos by Jutta S.-B.

Riding lesson with Johnny



Dear readers,

saturday I had a riding lesson with Johnny. Johnny is a cutting horse and seems to be trained differently.

Until now I had not much to do with horses that are trained for working with cows. I mostly have experience in classical (western-)riding by Claus Penquitt. This style of horsebackriding aims for a healthy horse, riding it so it stays fit and developes the right muscles, it uses exercises that are useful in everyday life with the horse and help to maintain the horse's health. With this style you are supposed to get into English, Western and Spanish riding, as well as any other styles of riding. That worked out well for me so far.





Saturday I felt like an absolute beginner. The seat when you ride western for working cows is totally different. While I usually balanced my weight on my bottom, this time I had to shift my weight more to the front of my body. I didn't know that at the beginning of the lesson. Leaning your upper body forward, makes your lower leg slide backwards. That means the pressure you build with your leg is meant to be somewhere else. A little more far back from where my lower leg usually touches the horse.

Johnny, of course, is smart. So when I was sitting in the saddle the way I was used to, he wandered across the arena and wasn't interested at all in my kicking inner leg. I really had trouble getting him where I wanted him to go, until Jim corrected my seat.

The easiest way for me to practice the "new" seat was without using the stirrups. Also, Jim wanted me to keep up the pressure with my leg, instead of tapping with my lower leg. After that I became better, but still it was easier on the left side than on the right side.

I definitley learned something new this weekend and I hope it helps me to start with roping but still I'm not so sure about this. 

I feel like I have to do some research on this topic. I think with the weight on the bottom it's easer to move with the horse's movement and it's also less exhausting. On the other hand the "new" seat is (supposed do be) necessary for reacting faster when the horse is working with the cow. But still I think it's easier the way I learned it before.
 

Which style of riding do you prefer, what kind of seat is necessary for it and why?

I'm looking forward to your answers via the comment box below the post or via my Facebookpage.


See you soon,

Nina



Kommentare:

  1. Ohh cool! Das klingt mega interessant! Wo hast du denn die Reitstunde gehabt?

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  2. Danke! Bei Jim Shields (aus Alberta, Kanada) in der Nähe von München.

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