Donnerstag, 26. Februar 2015

Wie man das perfekte Foto vom Lieblingspferd bekommt

How to get the perfect picture of your favourite horse


~ Post only available in German. English translation on request. This post is about a horse photographer's experiences and ideas on horse photography. She has some advice on preparing for a photo shoot with horses. ~



 Liebe Leser,

wer von euch träumt nicht von dem perfekten Foto vom eigenen oder Lieblingspferd? Ein Reitbild auf dem alles stimmt? Ein Bild von eurem Pferd auf dem es aussieht als ob es sich in freier Wildbahn bewegen würde? Oder einfach ein schönes Portrait?








Alexa Gothe von Spiegelwelt Fotografie liebt nicht nur nur das Fotografieren, sondern auch Pferde. Eine geniale Kombination. Heute erzählt sie euch in einem Interview von ihren persönlichen Erfahrungen, wie man sich am besten auf ein Fotoshooting vorbereitet und eben diese tollen Bilder bekommt, die man sich wünscht.

So sieht es hinter den Kulissen aus: Pony "Mexx" mit Reflektor






Warum beschäftigst Du dich so gerne (oder oft) mit Pferdefotografie?


Pferde gehören mitunter zu meinen Lieblingstieren. Ein Pferd drückt in seinem Auftreten und seinen Bewegungen so viel aus. Diese Momente festzuhalten ist mein Ziel. Ob ein schweres Kaltblut, ein süßes Shetty, oder ein energiegeladenes Vollblut, jedes Tier kann in seinem schönsten Moment erwischt werden.

Alexa mit ihrer ehemaligen Reitbeteiligung Kijara



Was war bisher Dein erfolgreichstes Pferdeshooting?


Das war definitiv mit Dana von den Wild Boys. Ihre drei Herren hält sie ganz schön auf Trab. Das Shooting an sich habe ich schon lange geplant gehabt und umso mehr hat es mich gefreut, als es dann endlich soweit war. Ihre kleine Shettybande ist unglaublich süß und Dorado einfach ein Pferdemenschenherzensgewinner. Er kann alle möglichen Kunststücke und hat richtig Spaß dabei. Dana hat an dem Tag ein passendes, weißes Kleid angehabt und ich liebe die Fotos einfach. Das wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein.




Einmal hatte mich eine Frau vom Marienhof angefragt, ob ich ihre beiden Pferde fotografieren könnte. Als ich dort ankam, hatten sich bis zu dem Zeitpunkt noch fünf weitere Pferde gefunden. Das war an sich kein Problem, wir waren von der Zeit her genauso schnell durch, wie ich manchmal für zwei Tiere brauche. Das lag an der super Organisation. Die Pferde waren geputzt, genug Helfer vorhanden. Während ein Tier in Position gebracht wurde, stand das nächste schon in den Startlöchern. Die Koppel lag recht steil, sodass ich blauen Himmel als Hintergrund hatte. Da die Pferde nur auf der Geraden galoppieren konnten, liefen sie auch genau so durchs Bild, wie sie sollten. Ich hatte noch nie ein so schnelles Shooting, bei dem so tolle Ergebnisse herum gekommen sind. Und das Beste war, da die Reitschule, bei der ich früher geritten bin, all ihre Schulpferde verkauft hat, habe ich dort einige wiedergesehen. Das eine Pferd bin ich um Schulunterricht sogar geritten. Es war schön die Tiere einmal wieder zu sehen.
 

 

Und Deine schlechteste Erfahrung?


Wirklich schlechte Erfahrungen gibt es da bisher nicht. Einmal hat mich fast ein Pferd umgerannt, da war selbst die Besitzerin überrascht. Aber mit sowas rechnet man als Fotograf ja. Bei Pferden sollte man sich immer so positionieren, dass man gegebenenfalls ausweichen kann.
Eine weitere doofe Erfahrung entstand bei einem Shooting, wo das Mädchen ihrer Mutter Fotos vom Pferd zum Geburtstag schenken wollte. Deshalb durfte sie nichts wissen und ist dummerweise vorher mit dem Pferd geritten, sodass es ziemlich dreckig und verschwitzt war. Wir haben den Tinker erst einmal gewaschen, doch diese haben sehr dickes Fell, sodass das Trocknen ewig gedauert hat. Bis dahin war die Sonne weg. Ein paar Portraitaufnahmen kamen dabei noch herum, doch die Beste Ausbeute war es an dem Tag nicht. Zum Glück ergab sich ein andermal die Gelegenheit noch einmal Bilder von dem Tinker zu machen.

Alexa: "Als der Tinker schließlich wieder sauber war, war die Sonne weg"

Kaum zu glauben, aber das ist das selbe Pferd. So schön kann es werden, wenn die Sonne scheint.


Worauf kommt es an?


Auf den richtigen Moment natürlich.
Nein, Spaß beiseite, gute Vorbereitung ist alles. Sowohl vom Fotografen, als auch vom Pferdebesitzer.

Alexa: "Die Kamera sollte man immer bereit halten, auch wenn man eigentlich
schon fertig ist."



Wie bereitet man sich als Pferdebesitzer am besten auf das Shooting vor?


Vorher sollte mit dem Stallbesitzer abgeklärt werden, welche Koppeln man für Freilaufbilder benutzen darf. Im besten Fall sind diese mit einem Zaun, den man hinter dem Hügel nicht sieht und einem freien Hintergrund. Diesen Luxus hat man jedoch selten.
Das Pferd sollte frisch gewaschen oder geputzt sein, die Grasflecken via Photoshop zu entfernen ist mehr Aufwand, als das Pferd im Vorhinein sauber zu halten.
Dann sollte das Tier gut ausgeruht und genügend Helfer vorhanden sein. Letzten Endes geht das Shooting auch ohne Helfer, doch der Pferdebesitzer dankt mir das jedes Mal: Er hat mehr Sport gemacht an dem Tag als sein Pferd.
Die Wünsche des Pferdebesitzers sollten mir vorher mitgeteilt werden, sodass auch ich mich auf das Shooting vorbereiten kann. Der eine möchte z.B. nur Reitbilder, ein anderer Freilaufbilder und schöne Portraits.
Jedes Pferd ist anders und ich kenne die Tiere bis dato meist nicht. Auf was reagiert das Pferd besonders neugierig, vor was hat das Tier Angst? Ist es nach dem Freilaufen viel zu aufgedreht, sodass man die Reitbilder vielleicht sogar besser vorher macht? All das sind Dinge, die ich vorher am besten weiß. Je mehr Infos ich habe, desto erfolgreicher verläuft das Shooting.

Kreativität ist gefragt: Halsring reiten und "Fußball spielen" machen das Bild zu etwas Besonderem.


Das Problem, das dir am häufigsten begegnet?


Dass das Wetter nicht mitspielt. Bei einem Pferdeshooting muss man spontan sein. Am geplanten Tag regnet es vielleicht in Strömen: Da kann man zwar Fotos machen, aber schön ist was anderes. Auch wenn man sich auf die Fotos freut, in einem solchen Fall ist verschieben die Beste Lösung.

Wann und in welchem Umkreis kann man dich buchen?


Da ich unter der Woche arbeiten gehe, meist am Wochenende, manchmal habe ich aber auch unter der Woche mal einen Nachmittag frei.
Der Umkreis befasst sich für spontane Shootings im Raum Koblenz/Westerwald. Da ich jedoch sehr gerne reise, lassen sich da auch andere Orte mit einbinden. Dieses Jahr geht es zum Beispiel nach Canada. Also wer da gerne noch Pferdefotos haben möchte (lacht).




Ob Portrait, Freilauf oder sogar mit Hund, Alexa nimmt sich gerne für Euch Zeit.






Liebe Alexa, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit mir genommen hast. Und wenn wir schon dabei sind: Vielen Dank für die vielen schönen gemeinsamen Fotoprojekte, die wir schon gemeinsam auf die Beine gestellt haben.

Mehr zu sehen gibt es auf

Spiegelwelt Fotografie Facebook
Spiegelwelt Fotografie Homepage

Mein Fotoblog, ebenfalls mit einigem Material von Alexa

Für die Vereinbarung eines Fotoshootings schreibt Ihr Alexa am besten eine Nachricht über Spiegelwelt Fotografie auf Facebook. Mehr Tipps generell zum Thema Vorbereitung für ein Fotoshooting findet Ihr im  Modelleitfaden von Alexa als PDF Datei.




Kommentare:

  1. Vielen lieben Dank!
    Ist richtig toll geworden das Interview^^

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  2. Sehr gerne! Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast!
    Ich freue mich schon auf ganz viele tolle Pferde Fotoshootings in Kanada.
    Da wird's hier dann auch einiges zu sehen geben ;)

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