Dienstag, 6. Oktober 2015

Tiny Tuesday: Die mysteriöse "Quaste" unter'm Sattelgurt

Tiny Tuesday: The myterious "tassel" below the cinch


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Liebe Leser,

habt ihr euch auch schon immer gefragt, was manche Cowboys an ihrem Sattelgurt unter dem Westernsattel montiert haben? Diese Quaste, die bei jedem Schritt fröhlich hin und her wackelt? Beim Roundup der Sattlerei Rieser wurde dieses Geheimnis gelüftet. Und da es so geheim gar nicht ist, werde ich euch gleich verraten, wozu das Ding gut ist.


Ich gebe euch nun ein wenig Zeit zum raten, vielleicht kommt ihr sogar von selbst drauf! Das ganze stammt aus der kalifornischen Reitweise. Herr Rieser hat an jenem Tag ausführlich über diese Westernreitweise erzählt und uns verschiedene Ausbildungstände gezeigt. Bei einem sehr gut ausgebildeten Pferd wird mit einer sogenannten Curb Bit geritten. Ein Gebiss, das (wie jede andere Zäumung mit oder ohne Gebiss) sehr scharf sein kann, wenn man es falsch einsetzt.



Eine Curb Bit  Bildquelle:Wikimedia
Auch eine Curb Bit 
Bildquelle: Wikimedia
















Bevor wir also zur Quaste kommen, ein kleiner Exkurs: In der kalifornischen Reitweise sollte das Pferd (wenn man es richtig macht) ohne Anzug der Shanks, nur mit Gewichts-, Schenkelhilfen und Neckrein geritten werden. Shanks sind die nach unten führenden Schenkel an der Seite des Gebisses. Wozu dann das Gebiss, fragt ihr? Durch seine Form hält das Pferd den Kopf automatisch in der gewünschten Position. Geht das Pferd also "durch's Genick", nimmt es eine Haltung ein in der es das Gebiss am wenigsten stört.


Herr Rieser und zwei "Bridle Horses". Links seht ihr zwischen den Vorderbeinen des Braunen die Quaste.

Damit sich die Pferde nun nicht aufgrund von Fliegen, Mücken und Bremsen mit dem dicken Gebiss vor die Brust schlagen, wurde die oben genannte Quaste unter dem Sattelgurt befestigt. So einfach ist das: Sie ist zum Verscheuchen von Insekten gedacht!

Ham' wa wieder was gelernt!

Bis zum nächsten Mal

Nina





Tiny Tuesday: The myterious "tassel" below the cinch


Dear readers,



did you ever wonder why some cowboys have a tassel tied to their cinch? The funny thing made of horse hair that's swinging side to side each step the horse takes? When I visited the Rieser Saddlery's "Roundup" the secret was lifted. And because it's not really a secret, I'm going to share with you what I've learned.


I'd like to give you some time to guess. So all this fuss comes from the californian way of riding. Mr Rieser told a lot about this kind of western riding and explained the different phases of education. A horse which is very far in its education is ridden with a curb bit. A bit that (just like any other bridle with or without a bit) can be very severe when it's used not the way it's supposed to be used.


A curb bit  Source:Wikimedia
Also a curb bit 
Source: Wikimedia
















So before we start talking about the tassel I first would like you to tell you a little more about the curb bit: If done right the horse is ridden without any pulling on the shanks of the bit. The rider uses weight, legs and neck rein only. Shanks are the long metal things at the sides of the bit. So why using such a bit anyways? Because of the bits shape the horse automatically holds his head in the position we need. So when the horse's nose is vertical, it's the most comfortable position the horse can take with this bit.


Mr Rieser and two "bridle horses". On the left you can see the tassel between the bay horse's legs.

And here is the secret: So the horses don't hit themselves on the chest with the big bits because of horseflys or mosquitos, they tied the tassel to the cinch. The tassel is there just to get rid of annoying insects. It's that simple!

See you soon


Nina

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