Donnerstag, 19. November 2015

Reitunterricht Okt. '15: "Das Pferd ist kein Kanarienvogel"

Liebe Leser,

habt ihr auch so einen Reitlehrer, der lustige Sprüche raushaut? Meiner ist auf jeden Fall so einer. Und meistens hat er mit dem was er da "scherzt" auch recht. "Das Pferd ist kein Kanarienvogel!" hat er in meiner Oktober-Reitstunde mehr als einmal gesagt. Heute möchte ich darauf eingehen, warum wir auch manchmal ein wenig strenger mit unserem Pferd sein müssen, euch Vorurteile nehmen und erklären warum ich nicht unbedingt zu den "Wattebauschwerfern" gehöre. Vielleicht treffe ich nicht überall auf Zuspruch, aber so ist das nunmal.


Wie manche schon mitbekommen haben, lasse ich mir nicht alles von einem Pferd gefallen. Sicherheit steht an erster Stelle! Wenn also ein Pferd meint mich z.B. zu beißen - "beiße" ich zurück. Natürlich sollte man sein Pferd so erziehen, dass das erst gar nicht passiert. Aber wenn doch, dann folgen Konsequenzen und zwar immer! Ich zieh das durch aber trotzdem bekomme ich oft zu hören: "Nina, du bist noch zu nett!". Und das häufig auch beim Reiten.

Nicht dass ich mir zu viel gefallen lasse, ich gebe mich manchmal auch mit weniger zufrieden. Aber um Fortschritte zu erziehlen gehört manchmal etwas mehr dazu. Und manche Dinge müssen wir tun, um unser Pferd gesunderhaltend reiten zu können und vor allem um selbst sicher zu bleiben.

Mal ehrlich: Wenn wir alles in Frage stellen würden, dann brauchten wir erst gar nicht zu reiten.
Ein Pferd das gelernt hat, dass es immer seinen Weg bekommt, kann gefährlich werden. Entsprechend müssen wir uns durchsetzen, auch wenn das erstmal unschön aussieht.
Warum es nicht gut ist "Konflikte zu verschleppen" könnt ihr bei Nadja nochmal ganz genau nachlesen.


Dieses Mal bin ich zum ersten Mal einen schnellen Spin geritten.
Das machen wir auch nicht immer - alles in Maßen!   Foto: Jutta S.-B.


Ich bin der Meinung, dass wenn man manchmal "härter" zu seinem Pferd ist wenn es sein muss, dass es bedeutet irgendwann sanfter sein zu können. Wenn man immer nur "wischiwaschi" ist, dann wird sich das auch langfristig nicht ändern.

Vorraussetzung: Man muss wissen was man tut. Das Pferd soll nicht darunter leiden, weil man die falsche Frage gestellt hat. Man muss einschätzen können, für was das Pferd bereit ist, was es schon kann und was nicht. Es geht hauptsächlich um Dinge bei denen wir schon wissen, dass das Pferd es ganz sicher kann. Es weiß dann, dass es die Möglichkeit hat kooperativ zu sein oder den schweren Weg zu wählen.Natürlich nur, wenn wir auch ganz sicher unmissverständlich die richtigen Signale gegeben haben.

Ich lass das nun mal so stehen und bin gespannt auf eure Reaktionen.

Bis zum nächsten Mal

Nina

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen