Donnerstag, 12. November 2015

Reitunterricht Sept. '15: Theorie vs. Praxis

Liebe Leser,

im Sommer habe ich mit mir etwas vereinbart: Ich möchte mindestens einmal im Monat Reitunterricht nehmen! Wie versprochen werde ich euch auch von meinen Erkenntnissen berichten. Heute fange ich mit meiner ersten Reitstunde nach dieser Entscheidung an: Es war im September, mal wieder bei Andreas von Herrmann Quarter Horses.

Wenn ich an dem Tag eines gelernt habe, dann dass Theorie und Praxis nicht immer auf dem gleichen Level sein müssen. Wie mir das aufgefallen ist?
Mein Trainer hat mir Dinge erzählt (und sie teilweise auch mehrfach wiederholt), die mir eigentlich schon seit mindestens fünf Jahren klar sind. Dinge, die ich sogar schon anderen "gepredigt" habe, während ich in Kanada selbst unterrichtet habe oder sogar hier im Blog.

Reiten kann man nur durch Reiten lernen.

Diese Zitat trifft zu hundert Prozent zu! Aus beruflichen Gründen, war es mir in den letzen Jahren nicht möglich regelmäßig an den Stall zu fahren. Es gab Phasen, da habe ich es 1 mal pro Woche geschafft, manchmal habe ich aber auch wochenlang kein Pferd gesehen. Ich habe mir in dieser Zeit (und auch davor) sehr, sehr viel Wissen angeeignet. Theoretisches. Aber etwas wissen und zu verstehen, heißt noch lange nicht, dass man es auch so umsetzen kann.

Ja ihr seht richtig: es regnet mal wieder!   Foto: Jutta S.-B.


Ich bin, was mein reiterliches Können betrifft, in den letzten fünf Jahren sehr viel besser geworden. Aber ich bin noch lange nicht da, wo ich gern wäre. Ich glaube ich bin ganz gut darin, anderen Wissen weiterzugeben und auch beim Umsetzen in die Praxis zu helfen. Aber ich selbst bin in der Praxis bei manchen vermutlich genau an dem selben Punkt, wie diejenigen, denen ich helfe. Nur in der Theorie bin ich vielleicht einen Schritt voraus.

Das knuffige, überaus liebe "Hengstchen" Cied hat sich wieder als Lehrpferd für mich geopfert.   Foto: Jutta S.-B.


Was nehme ich also aus meiner Reitstunde mit?

Ich weiß, wann genau ich nachgeben muss, aber ich muss lernen, es auch in der entsprechenden Reaktionszeit umzusetzen.

Ich kenne das richtige Zügelmaß, ich weiß wie es aussehen muss, aber ich muss lernen es auch in der Praxis, im Sattel zu erfühlen.

Ich weiß, dass ich mein Pferd nicht mit den Zügeln lenke, aber ich muss alte Muster, die ich als Kind gelernt habe, lernen abzulegen.

Nicht vergessen: Reiten macht Spaß!   Foto: Jutta S.-B.


Ihr wollt also ein besserer Reiter werden?

Setzt Prioritäten und nehmt jede Gelegenheit wahr, Reiten in der Praxis zu üben!

Kennt ihr das Problem? Habt ihr auch manchmal das Gefühl etwas schon jahrelang zu verstehen, aber ihr könnt es einfach nicht so umsetzen wie ihr wollt?

Ich freue mich auf eure Erfahrungen! Besucht mich doch auf Facebook, schreibt mir eine E-Mail unter ropingmydream@gmx.de oder hinterlasst einen Kommentar unter dem Post

Hier könnt ihr wieder sehen wo ich war:
Herrmann Quarter Horses
Herrmann Quarter Horses Facebook 

Hier geht's zu einer älteren Reitstunde mit Cied

Bis zum nächsten Mal

Nina

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