Donnerstag, 18. Februar 2016

Pferdeimport: Die Auslandsüberweisung

Liebe Leser,

es klingt ganz banal, aber ich habe erst gar nicht daran gedacht: Wie überweist man Geld ins Ausland? Nunja, so schwer ist das ganze nicht. Aber ich habe ein bisschen recherchieren müssen, bis ich die kostengünstigste Variante gefunden habe und welche Angaben dafür notwendig sind.

Die Kosten einer Überweisung außerhalb Europas, also in Länder ohne IBAN-Verfahren, sind unterschiedlich. Sie hängen vor allem von der Bank ab, bei der ihr die Überweisung vornehmt, bzw. bei der ihr Kunde seit. Ich möchte hier keine Werbung machen, ich lege nur Fakten dar:



Ich hatte das Glück noch bei der Volksbank Kunde zu sein, denn hier ist die Überweisung tatsächlich am günstigsten.

Allgemein könnt ihr für eine Überweisung nach Kanada, die nicht bei der Volksbank getätigt wird, folgendes rechnen:

Es gibt zwei Möglichkeiten

1. Sender und Empfänger teilen sich die Kosten

2. Der Sender trägt die vollen Kosten

Es kann auch vereinbart werden, dass der Empfänger die vollen Kosten trägt, bei unserer Situation (Pferdekauf) ist dies aber nicht üblich.

Je nach Bank belaufen sich die Kosten auf einen Festpreis, oder werden prozentual, je nach zu überweisendem Betrag berechnet.

Bei meiner recherche bin ich oft auf Beträge um die 40,- Euro gestoßen, geteilt wären es dann 20,- Euro.

Das ist eine Menge Geld, wenn man überlegt, dass vielleicht mehr als nur eine Überweisung fällig wird.

Bedenkt: Ihr zahlt einmal den Kaufpreis des Pferdes an den Züchter, den Transport- und Quarantänepreis an das Pferdeimport/-export-Unternehmen und ggf. werden weitere Überweisungen fällig z.B. an ein weiteres Unternehmen dass das Pferd zur Quarantänestation bringt, Versicherungsunternehmen oder Tierärzte.



Tipp: Klärt mit dem Züchter, ob ihr auch die Kosten für z.B. den Tierarzt gemeinsam mit dem Kaufpreis des Pferdes überweisen könnt. Manche Züchter übernehmen es dann, das Geld an z.B. den Tierarzt weiterzuleiten.

Das TIPANET verfahren der Volksbank

Anders ist es bei dem sogenannten TIPANET verfahren. Das gibt es nur für Kunden der Volksbank und kostet lediglich einen Festpreis von 7,50 Euro pro Überweisung, unabhägig vom Betrag (Stand Nov. 2015).

Ihr benötigt dazu folgende Angaben der Bank des Empfängers:

Kontonummer = Account Number
Filialnummer = Transit Number
Banknummer = Institution Number

+ Adresse der Filiale



Der nette Berater in meiner Bank konnte auch gleich herausfinden, ob die Bank meines Empfängers TIPANET-Verfahren geeignet ist, als ich ihm bloß den Namen der Bank genannt habe. Alle größeren Banken in Kanada nehmen teil. Ihr erkennt es z.B. schon ganz einfach daran, dass auf eurer Rechnung die drei oben genannten Nummern auftauchen.

Außerdem benötigt ihr auch die Adresse des Züchters, die sollte aber auf jeden Fall auch auf einer korrekt erfassten Rechnung zu finden sein.

Übrigens: Das Unternehmen Quadriga Horse Transport ist ebenfalls bei einer Bank, mit der das TIPANET-Verfahren möglich ist.

Welche Fragen kommen noch bei euch auf, wenn ihr an die Bezahlung denkt?

Richtet eure Fragen an mich, per Kommentar, Facebook oder ropingmydream@gmx.de !

Bis zum nächten Mal

Nina



Kommentare:

  1. Hallo,

    es gibt noch mehr Möglichkeiten, als die von dir beschriebenen.
    Alternativen wie TransferWise, CurrencyFair und Azimo sind häufig günstiger als die Hausbank und die Kosten sind transparent und werden direkt bei der Überweisung angezeigt. www.überweise.de ist auf diesem Gebiet der Preisvergleich.

    Viele Grüße aus Bremen.

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    1. Hallo Christoph,
      vielen Dank für deine Tipps.
      Bei so einer "großen" Sache und sonst eigentlich auch habe ich gerne einen persönlichen Ansprechpartner und gehe gerne zu meiner Hausbank.
      Rechnet man die Kosten für das Importieren eines Pferd zusammen, sind die Überweisungskosten bei meiner Bank - so finde ich - recht gering.
      Liebe Grüße
      Nina

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