Donnerstag, 7. April 2016

Pferdeimport: Versicherungen

Liebe Leser,

heutzutuage kann man gefühlt alles und jeden versichern. Heute möchte ich nicht über die Versicherungen sprechen, die bei uns in Deutschland für das Pferd wichtig sind, sondern die, die ihr vorher abschließen könnt.

Für alle Versicherungen, die man als Pferdemensch in Deutschland braucht, hat Saskia von Pferdespiegel einen tollen Beitrag geschrieben.



Die Lebensversicherung

In Kanada habe ich das schon einmal erlebt: Ein wertvoller Andalusierhengst, um den ich mich kümmern durfte, war tatsächlich lebensversichert.

Diese Versicherung entschädigt euch den Wert des Pferdes, sollte es sterben.

Der Wert kann selbst festgelegt werden. Je nach Versicherungsunternehmen, ist die Summe begrenzt, im Fall den ich erlebt habe auf 50.000,- kanadische Dollar.

Entsprechend der versicherten Summe, verändert sich natürlich auch der Betrag, den ihr für die Versicherung zahlen müsst.

Braucht man so etwas? 

Ist der Wert des Pferdes wirklich hoch, wie beim oben genannten Hengst (angeblich war er höher als die Summe, die versichert werden konnte), dann lohnt es sich eine solche Versicherung abzuschließen. Ich kann mir vorstellen, dass jemand, der auch finanziell abhängig vom Geschäft mit Pferden ist, eher von solch einer Versicherung gebrauch macht.


Und es wäre doch ärgerlich, so viel Geld auszugeben und dann stirbt das Pferd bevor es überhaupt das Ursprungsland verlässt, ohne dass man von der "Investition" einen nutzen hatte.

Mein Fazit: Ich habe eine solche Versicherung nicht abgeschlossen. Dafür ist Glory finanziell gesehen absolut nicht wertvoll genug. Außerdem könnte mir kein Geld der Welt den Verlust eines Freundes entschädigen.

Die Transportversicherung

Eine Transportversicherung ist da ggf. interessanter.

Auch hier geht es natürlich um die finanzielle Entschädigung, sollte das Pferd während dem Transport zu Schaden kommen. Die Transportfirma und die Airline haften nämlich grundsätzlich ersteinmal nicht.

Die Versicherung wird, anders als die Lebensversicherung, einmalig für den Transport bezahlt und gilt für nur für diesen einen Transport. Auch hier richtet sich der Preis nach dem Wert des Pferdes.

Der Mindestbetragt liegt meist bei in etwa 150,- Euro.

Auszug von Quadriga


Die Versicherung ist oftmals nicht in Paketen, die Quarantäne+Flug anbieten, enthalten. Die Unternehmen, wie zum Beispiel Quadriga, bieten aber für gewöhnlich im Anmeldeformular an, diese Option anzukreuzen und zusätzlich dazu zu buchen.

Braucht man so etwas?

Das Risiko, dass das Pferd sich beim Transport verletzt oder stirbt ist meiner Meinung nach trotzdem recht gering. Die Sicherheitsvorkehrungen sind doch sehr hoch und grundsätzlich ist es wirklich nicht viel anders, als wenn man es in einen Pferdeanhänger steckt.
Da es aber ein einmaliger Betrag ist, der oft bei der Gesamtsumme des Imports nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, kann es nicht schaden in erwägung zu ziehen, diese Option zu buchen.

Mein Fazit: Da wie auch oben schon erwähnt, Glory finanziell nicht wirklich wertvoll ist, habe ich mich gegen das Abschließen dieser Versicherung entschieden.

Wie steht ihr persönlich zu Versicherungen?

Sind sie es euch Wert? Schreibt mir doch einen Kommentar oder auf Facebook!

Bis zum nächsten Mal,

Nina

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