Donnerstag, 14. Juli 2016

Pferdeimport: Transport zum Flughafen

Liebe Leser,

bevor euer Pferd in den Flieger steigt, muss es schließlich erstmal dorthin kommen. Ich beziehe mich heute auf den Weg zwischen dem alten zu Hause eures Pferde zum Flughafen (sollte die Quarantäne beim alten Besitzer des Pferdes stattfinden) oder zur Quarantänestation (wenn ihr z. B. ein Paket aus Quarantäne und Flug gewählt habt).

In Kanada sind die Wege oftmals viel länger als bei uns und es gibt verschiedene Möglichkeiten, diesen Transport zu organisieren.

Variante 1: Der ehemalige Besitzer fährt selbst

Am schönsten ist es natürlich wenn man den Fahrer persönlich kennt, da weiß man sein Pferd gut aufgehoben.

Die Entfernungen in Kanada dürfen nicht unterschätzt werden, zumal man auf den Highways nicht so schnell fahren darf wie auf den Autobahnen und selbst wenn, mit dem Pferdeanhänger würde ich ohnehin ein hohes Tempo vermeiden wollen! Es werden also evt. Zwischenübernachtungen anfallen. Außerdem schluckt ein Truck mit Anhänger selbstverständlich mehr, als ein Kleinwagen.






Wenn man Glück hat, werden für die Fahrt lediglich Spritkosten und evt. Übernachtungskosten berechnet.
Trotzdem kann diese Variante teuer werden, da man sich die Kosten wahrscheinlich, wenn überhaupt, nur mit wenigen Pferden teilen kann.

Finanziell interessant wird diese Variante also für euch nur, wenn der Besitzer keinen großen Aufschlag berechnet und weitere Pferde transportiert. Dann könnt ihr euch die Kosten mit den Käufern der anderen Pferde teilen.

Variante 2: Der Transport wird von der Quarantänestation organisiert 

Wenn ihr schon ein Paket bucht, könnt ihr auch bei vielen Unternehmen auch den Transport am Boden  hinzubuchen.

Man lässt sich für gewöhnlich ein persönliches Angebot machen. Bei Quadriga geht das z.B. ganz fix per E-Mail. Wenn ihr flexibel im Termin seid, kann ich mir gut vorstellen, dass sie sogar versuchen können euch mit jemand anderem zusammenzulegen, so dass ein Teil der Kosten geteilt werden kann.

Der Transport von der Quarantäne zum Flughafen, wenn es dann losgeht, ist ohnehin schon im Gesamtpaket enthalten.

Variante 3: Ihr engagiert ein Transportunternehmen

In Nordamerika gibt es sehr viele Unternehmen die sich auf den Bodentransport von Pferden spezialisiert haben.


Mit diesem Transporter sind El Ranchito's Pferde von BC nach Manitoba umgezogen und wohlbehalten angekommen.

Mit El Ranchito haben wir zwar bisher einige Pferde aus den USA so "geliefert" bekommen, in den lokalen Nachrichten hat man aber auch oftmals negative Schlagzeilen aufgeschnappt.

Man muss vorsichtig sein, nicht an unseriöse Anbieter zu gelangen. Man hat von einigen verschwunden kompletten Transportern mit mehreren Tieren gehört, einige die auf Schlachthöfen wieder aufgetaucht sind. Das ist natürlich die Minderheit und passiert nicht häufig. Es sollte jedoch dazu anregen, bei der Auswahl des Unternehmens genau zu recherchieren.

Ich bin froh, dass Ullu bereits ein Unternehmen kennt, mit dem sie kürzlich sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Somit kann ich mich einfach für das günstigste Angebot entscheiden und weiß meine Glory in jeder Variante gut aufgehoben.

Für sie ist es übrigens schon in wenigen Wochen soweit, trotz einiger Verzögerungen. Ich bin schon wahnsinnig aufgeregt, aber sie ahnt noch von nichts ;)

Welche Fragen zum Thema Transport innerhalb Nordamerikas sind für euch noch offen?

Ich beantworte eure Fragen gerne in einem Kommentar unter dem Post, auf Facebook oder dort in einer privaten Nachricht so wie unter ropingmydream@gmx.de .

Bis zum nächsten Mal

Nina

Fotos in diesem Post: Stephy E. & Sina H.

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