Montag, 29. August 2016

Glory's Reise

Liebe Leser,

ich möchte euch heute mal erzählen wie es am Flughafen so gelaufen ist. Mehr Bilder und Videos folgen auf jeden Fall noch, sie wurden nur nicht mit meiner Kamera gemacht, deswegen dauert es noch ein wenig. Schaut auf jeden Fall mal in den nächsten Tagen auf unserer Facebookseite vorbei!

Am Freitag war ich richtig froh, dass ich nicht das erste mal im Cargobereich war. Es klappte alles wie am Schnürchen. Man sagte uns wir sollen nach links fahren, wir wussten aber schon, dass wir zu erst zu LCA musste und sind glücklicherweise einfach nach rechts gefahren, da ich noch wusste wo es lang ging.

Wir waren eine halbe Stunde zu früh und hatten ein perfektes Timing: Im Moment in dem wir das LCA-Büro betraten, kam der Mann mit Glorys Abfertigungspapieren.

Fünf Minuten und eine Pinkelpause später standen wir schon unten und warteten darauf, in die Animal Station gelassen zu werden. Das dauerte dann doch wieder ganz schön lange, wie auch schon vor zwei Jahren. Dann schickten sie uns noch zu "Sektor D" wo wir dann aber wieder zurück geschickt wurden. Wir sollten nur später wieder kommen, um zu sagen, dass wir das Pferd nun verladen haben.
 
Warten vor der Animal Station


Es war leicht verwirrend und ich war sehr froh, dass meine beste Freundin dabei war. Die konnte nämlich Französisch verstehen und sprechen. Ich habe alles nur Bruchstückhaft verstanden.

Dann wurden wir endlich hinein gelassen und die Aufregung stieg! Glory war nicht wie Sparky untergebracht sondern in einem der hinteren Stationen, die viel größer waren. Bei Sparky verbar sich hinter einem Rolltor eine Station mit ca. 6 Boxen. Bei Glory war es eine große Station, die sich hinter mehreren Rolltoren befand. 
 


Anstatt mit dem Hänger hinein zu fahren, mussten wir vor der Station parken. Im Vorfeld habe ich mir immer gedacht, ich kann das Pferd doch nicht auf dem riesigen Gelände mit den ganzen Maschinen verladen. Aber nun war es so und ich habe mir irgendwie gar keine Gedanken mehr darum gemacht.

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, dann durfte ich endlich zu ihr. Gleich um die Ecke, hinter dem Transportcontainer, da war sie. Ich sah erst nur ihren Rücken, da sie mit gesenkten Kopf in der Box stand, aber die Tränen kamen trotzdem sofort. Sie wirkte sehr müde, begrüßte mich aber trotzdem neugierig.

Nach ein bisschen Begrüßungskuscheln - die Zeit muss sein - hakte ich den Strick ein und los ging's. Wir hatte unsere Vorgehensweise schon vorher genau besprochen. Ich ging mit Glory aus der Station hinaus und zielstrebig auf den Anhänger zu. Sie folgte mir zügig, zögerte dann aber jedoch an der Rampe. Wie genau es lief, muss ich selbst nochmal auf dem Video anschauen. Es war so aufregend, im nachhinein ging alles so schnell.
 
 

Meine Erinnerung sieht auf jeden Fall so aus, dass sie mit ein bisschen kraulen am Po und einem Eimer Hafer, nach und nach immer weiter in den Hänger hinein ging. Ich glaube wirklich Angst, hatte sie nicht. Sie war nur etwas angespannt. Verständlich, nach einer so langen Reise. Und dann sollte sie schon wieder in einen Anhänger gehen. Aber dann war sie doch recht schnell drin. Ich war erleichtert und konnte es kaum fassen.
 
 

Während ich sie im Anhänger festbinden wollte, machte sie dann das, was sie schon immer machte. Sie lehnte ihre Stirn an mich. Da wusste ich schon: Sie ist immer noch meine Glory, so wie ich sie kenne.

Kurz vor Abfahrt wieherte noch ein Pferd und sie wieherte zurück. Dann folgte ein wenig Scharren Stampfen, worauf hin wir entschieden schnell los zu fahren. Von da an war sie ruhig und ein vorbildlicher Passagier.

Nach einem weiteren Abstecher in Sektor D, der sich schon wieder als unnötig herausstellte, durften wir endlich los. Gut eine halbe Stunde später waren wir am Zoll in Trier. Der Mann dort war sehr routiniert und so ging auch hier alles sehr zügig. Wir mussten den Anhänger auch nicht nochmal öffnen, da man sie eindeutig an ihrer Blässe identifizieren konnte. Auf nach Hause!
 
Am Zollamt


Wie Glory ihr neues Zuhause angenommen hat und wie sie die ersten Stunden dort verbracht hat, erzähle ich euch im nächsten Post!

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Also bis bald,

Nina

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